🏖️ Nach Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)

Urlaubsrechner

Wie viele Urlaubstage stehen mir zu? Berechnen Sie Ihren Anspruch bei Teilzeit, 4-Tage-Woche oder unterjährigem Ein- und Austritt – korrekt umgerechnet in Sekunden.

Urlaubsanspruch berechnen

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Tage

Geben Sie den Vollzeit-Urlaubsanspruch und Ihre Arbeitstage pro Woche ein.

So wird der Urlaubsanspruch berechnet

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt nach § 3 BUrlG 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche – das entspricht 20 Arbeitstagen bei einer 5-Tage-Woche. Viele Arbeits- und Tarifverträge gewähren mehr, häufig 28 bis 30 Tage. Entscheidend für die Umrechnung ist nicht die Stundenzahl, sondern die Zahl der Arbeitstage pro Woche.

Ihr Anspruch = Vollzeit-Urlaubstage × eigene Arbeitstage ÷ betriebliche Arbeitstage

Wer also in Teilzeit an fünf Tagen mit halber Stundenzahl arbeitet, hat denselben Urlaubsanspruch in Tagen wie eine Vollzeitkraft – nur die bezahlten Stunden pro Urlaubstag sind geringer. Weniger Urlaubstage ergeben sich erst, wenn Sie an weniger Wochentagen arbeiten.

💡 Beispiel: Teilzeit mit 3-Tage-Woche

Im Betrieb gelten 30 Urlaubstage bei einer 5-Tage-Woche. Sie arbeiten an 3 Tagen pro Woche: 30 × 3 ÷ 5 = 18 Urlaubstage. Damit können Sie genauso viele Wochen frei nehmen wie Ihre Vollzeit-Kollegen – nämlich 6 Wochen.

Unterjähriger Ein- oder Austritt: die Zwölftel-Regel

Wer im laufenden Jahr eintritt oder ausscheidet, erhält für jeden vollen Beschäftigungsmonat ein Zwölftel des Jahresurlaubs (§ 5 BUrlG). Wichtig: Nach erfüllter Wartezeit von sechs Monaten besteht der volle Jahresanspruch; die Zwölftelung greift vor allem in der ersten Jahreshälfte des Eintrittsjahres und beim Ausscheiden in der ersten Jahreshälfte. Bruchteile von mindestens einem halben Tag werden auf volle Tage aufgerundet.

Häufige Fehler

  • Stunden statt Tage umrechnen: Teilzeit mit voller Tagewoche reduziert den Urlaub in Tagen nicht.
  • Wartezeit vergessen: Der volle Anspruch entsteht erst nach sechs Monaten Betriebszugehörigkeit.
  • Verfall ignorieren: Gesetzlicher Urlaub verfällt grundsätzlich zum Jahresende bzw. 31. März – aber nur, wenn der Arbeitgeber rechtzeitig darauf hingewiesen hat.
  • Feiertage mitzählen: Gesetzliche Feiertage sind keine Urlaubstage und werden nicht vom Anspruch abgezogen.

Mehr Details mit weiteren Beispielen finden Sie im Ratgeber Urlaubsanspruch bei Teilzeit: So rechnen Sie richtig.

Brückentage 2026/2027: Mit System mehr freie Tage

Die Tabelle oben zeigt, wie viele Tage Ihnen zustehen – die Brückentag-Strategie macht daraus mehr Freizeit. Das Prinzip: Feiertage, die auf Dienstag oder Donnerstag fallen, verwandeln einen einzelnen Urlaubstag in ein Vier-Tage-Wochenende; rund um Weihnachten und Ostern erzeugen wenige Urlaubstage bis zu anderthalb Wochen am Stück. Faustregeln für die Planung: Erstens früh beantragen – wer im Januar einreicht, schlägt die Kollegen, und einmal genehmigter Urlaub ist praktisch unantastbar. Zweitens Bundesland beachten: Fronleichnam, Allerheiligen oder der Reformationstag sind nur regional frei – Pendler zwischen Bundesländern richten sich nach dem Arbeitsort, nicht dem Wohnort. Drittens fair bleiben: Wer jedes Jahr alle Brückentage abgreift, erzeugt Teamkonflikte – viele Betriebe lösen das mit rotierenden Vorrechten. Und viertens die Resturlaubslogik mitdenken: Übertragene Tage aus dem Vorjahr (Verfall 31. März!) eignen sich perfekt für die Brücken rund um Ostern.

Resturlaub und Verfall: die 31.-März-Regel richtig verstehen

Grundsätzlich ist Urlaub im laufenden Kalenderjahr zu nehmen; eine Übertragung ins Folgejahr ist nur bei dringenden betrieblichen oder persönlichen Gründen möglich – dann muss der Resturlaub bis zum 31. März genommen werden (§ 7 Abs. 3 BUrlG). Doch dieser Automatismus ist seit der EuGH-Rechtsprechung entschärft: Urlaub verfällt nur noch, wenn der Arbeitgeber Sie rechtzeitig, konkret und nachweislich aufgefordert hat, ihn zu nehmen, und auf den drohenden Verfall hingewiesen hat. Fehlt diese Mitwirkung, läuft der Anspruch weiter – theoretisch über Jahre. Bei Langzeiterkrankung gilt eine eigene Grenze: Hier erlischt der Urlaub 15 Monate nach Ende des jeweiligen Urlaubsjahres, für 2026 also am 31. März 2028. Praktischer Rat: Lassen Sie sich den Resturlaubsstand jährlich schriftlich bestätigen und planen Sie Übertragungsurlaub fest in das erste Quartal ein.

Urlaubstabelle: Anspruch nach Arbeitstagen pro Woche

So rechnet sich der Vollzeit-Anspruch (5-Tage-Basis) in andere Arbeitszeitmodelle um – inklusive gesetzeskonformer Aufrundung nach § 5 Abs. 2 BUrlG:

Vollzeit-Anspruch6 Tage/Wo.4 Tage/Wo.3 Tage/Wo.2 Tage/Wo.1 Tag/Wo.
20 Tage (Minimum)24161284
24 Tage292015105
26 Tage322116116
28 Tage342317126
30 Tage362418126

Lesebeispiel: 30 Tage Vollzeit-Urlaub entsprechen bei einer 3-Tage-Woche 18 Urlaubstagen – in Urlaubswochen gerechnet sind beide identisch (6 Wochen). Für krumme Konstellationen und unterjährige Zeiträume rechnet der Rechner oben exakt.

Urlaubsentgelt: Was während des Urlaubs aufs Konto kommt

Nicht zu verwechseln mit dem freiwilligen Urlaubsgeld: Das Urlaubsentgelt ist Ihr normales Gehalt während des Urlaubs – berechnet nach dem Referenzprinzip des § 11 BUrlG als Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen vor Urlaubsbeginn. Für Festgehälter ändert sich dadurch nichts; relevant wird die Regel bei schwankenden Bezügen: Provisionen, Schichtzuschläge und regelmäßige Überstunden der Referenzwochen fließen ein und erhöhen das Urlaubsentgelt. Nur einmalige Leistungen wie Weihnachtsgeld und einmalig gezahlte Überstundenvergütungen bleiben außen vor. Wer also nach einem zuschlagsreichen Quartal Urlaub nimmt, bekommt mehr pro Urlaubstag – ein legitimer Planungshebel für Schichtarbeitende. Ein Urlaubsgeld obendrauf gibt es dagegen nur, wenn Arbeits- oder Tarifvertrag es vorsehen; einen gesetzlichen Anspruch darauf kennt das BUrlG nicht.

Besondere Gruppen: mehr (oder anders berechneter) Urlaub

  • Schwerbehinderte Menschen erhalten 5 zusätzliche Arbeitstage pro Jahr bei einer 5-Tage-Woche (§ 208 SGB IX) – anteilig umgerechnet bei anderen Modellen.
  • Jugendliche haben nach § 19 JArbSchG erhöhten Mindesturlaub: 30 Werktage unter 16 Jahren, 27 unter 17, 25 unter 18.
  • Minijobber haben denselben gesetzlichen Anspruch wie alle anderen – berechnet nach der Tage-Formel, nicht nach Stunden oder Verdienst.
  • Elternzeit: Der Arbeitgeber darf den Jahresurlaub für jeden vollen Kalendermonat Elternzeit um ein Zwölftel kürzen (§ 17 BEEG) – aber nur durch ausdrückliche Erklärung, nicht automatisch.
  • Langzeiterkrankte behalten ihren Urlaubsanspruch; er verfällt frühestens 15 Monate nach Ende des Urlaubsjahres (EuGH/BAG-Rechtsprechung).

Urlaubsabgeltung: Resturlaub in Geld bei Kündigung

Endet das Arbeitsverhältnis und kann der Resturlaub nicht mehr genommen werden, muss er ausgezahlt werden (§ 7 Abs. 4 BUrlG). Die Formel:

Abgeltung pro Urlaubstag = Bruttogehalt × 3 ÷ 65 (bei 5-Tage-Woche)
vereinfacht: Monatsbrutto ÷ 21,67 Arbeitstage

Beispiel: 3.500 € brutto und 8 offene Urlaubstage ergeben 3.500 ÷ 21,67 × 8 ≈ 1.292 € brutto Abgeltung. Die Zahlung ist normales Arbeitsentgelt und voll steuer- und sozialversicherungspflichtig. Wichtig nach dem Ausscheiden: Der Anspruch unterliegt arbeits- oder tarifvertraglichen Ausschlussfristen – oft nur drei Monate. Machen Sie ihn schriftlich geltend.

Praktische Tipps zum Urlaubsanspruch

Stellen Sie Urlaubsanträge möglichst früh im Jahr und lassen Sie sich Genehmigungen schriftlich geben – einmal genehmigter Urlaub kann vom Arbeitgeber nur in seltenen Ausnahmefällen widerrufen werden. Bei der Jahresplanung hilft die Wochen-Perspektive: Unabhängig vom Arbeitszeitmodell stehen Ihnen dieselben Urlaubswochen zu wie Vollzeitkräften; nur die Tageszahl unterscheidet sich.

Beim Jobwechsel gilt: Scheiden Sie in der zweiten Jahreshälfte aus, besteht (nach erfüllter Wartezeit) der volle gesetzliche Jahresanspruch – nicht nur die Zwölftel. Lassen Sie sich vom alten Arbeitgeber eine Urlaubsbescheinigung (§ 6 Abs. 2 BUrlG) ausstellen, damit der neue Arbeitgeber bereits gewährte Tage korrekt anrechnet. Nicht genommener Urlaub ist beim Ausscheiden zwingend auszuzahlen (Urlaubsabgeltung).

Werden Sie im Urlaub krank, zählen die per Attest nachgewiesenen Krankheitstage nicht als Urlaub – melden Sie die Arbeitsunfähigkeit sofort und reichen Sie die Bescheinigung nach. Und beachten Sie die Verfallsregeln: Gesetzlicher Urlaub verfällt nur, wenn der Arbeitgeber Sie rechtzeitig, konkret und nachweislich aufgefordert hat, ihn zu nehmen (EuGH C-684/16, BAG 9 AZR 541/15); bei Langzeiterkrankung erlischt er frühestens 15 Monate nach Jahresende.

Warum dieser Rechner?

Der Urlaubsrechner beherrscht die Umrechnung zwischen 4-, 5- und 6-Tage-Woche, die Zwölftelung bei unterjährigem Ein- oder Austritt und rundet Bruchteile gesetzeskonform nach § 5 Abs. 2 BUrlG auf. So gehen Sie mit einer belastbaren Zahl ins Gespräch mit der Personalabteilung – statt mit einem Bauchgefühl.

⚖️ Rechtsgrundlagen & Quellen

🛡️ Zuletzt geprüft: Juni 2026 · Rechengrößen: Stand 2026

Häufige Fragen (FAQ)

Wie viel Urlaub steht mir gesetzlich zu?

Das Bundesurlaubsgesetz garantiert 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche, was 20 Arbeitstagen bei einer 5-Tage-Woche entspricht. Arbeits- und Tarifverträge gewähren häufig mehr – üblich sind 28 bis 30 Tage.

Habe ich in Teilzeit weniger Urlaub?

Nur, wenn Sie an weniger Wochentagen arbeiten. Die Formel lautet: Vollzeit-Urlaubstage × eigene Arbeitstage ÷ betriebliche Arbeitstage. Bei einer 5-Tage-Woche in Teilzeit bleibt der Anspruch in Tagen unverändert.

Wie wird der Urlaub bei Jobwechsel berechnet?

Für jeden vollen Beschäftigungsmonat entsteht ein Zwölftel des Jahresurlaubs. Beim Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte besteht nach erfüllter Wartezeit grundsätzlich der volle gesetzliche Anspruch. Der alte Arbeitgeber bescheinigt gewährten Urlaub, damit er nicht doppelt anfällt.

Werden halbe Urlaubstage aufgerundet?

Bruchteile von mindestens einem halben Tag werden nach § 5 Abs. 2 BUrlG auf volle Urlaubstage aufgerundet. Kleinere Bruchteile bleiben als Teiltage bestehen – genau so rechnet auch unser Rechner.

Verfällt mein Resturlaub am Jahresende?

Grundsätzlich verfällt Urlaub zum 31. Dezember, bei betrieblichen oder persönlichen Gründen zum 31. März des Folgejahres. Nach der EuGH-Rechtsprechung verfällt er aber nur, wenn der Arbeitgeber rechtzeitig und konkret zur Urlaubsnahme aufgefordert hat.

Zählt der Samstag als Urlaubstag?

Das BUrlG rechnet in Werktagen, zu denen der Samstag gehört. Arbeiten Sie in einer 5-Tage-Woche von Montag bis Freitag, werden Samstage bei der Umrechnung jedoch nicht als Urlaubstage gezählt.

Wie viel Zusatzurlaub bekommen Schwerbehinderte?

Fünf zusätzliche Arbeitstage pro Jahr bei einer 5-Tage-Woche (§ 208 SGB IX). Bei anderen Arbeitszeitmodellen wird der Zusatzurlaub entsprechend umgerechnet – bei einer 4-Tage-Woche also 4 Tage.

Wie berechnet sich die Urlaubsabgeltung bei Kündigung?

Pro offenem Urlaubstag erhalten Sie ein Tagesentgelt: Monatsbrutto geteilt durch durchschnittlich 21,67 Arbeitstage (5-Tage-Woche). Die Abgeltung ist voll steuer- und sozialabgabenpflichtig und sollte wegen Ausschlussfristen zügig schriftlich geltend gemacht werden.

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