Krankengeld-Höhe 2026: Tabelle für alle Gehaltsstufen
Wie viel Krankengeld bekomme ich bei meinem Gehalt? Hier ist die Antwort als Tabelle für 2.000 bis 5.000 € brutto – plus die Formel dahinter, der Höchstbetrag 2026 und die drei Faktoren, die Ihren persönlichen Wert verschieben.
Die Formel in Kurzform
Krankengeld beträgt 70 % des Bruttogehalts, gedeckelt auf 90 % des Nettogehalts und den gesetzlichen Höchstbetrag von 135,63 € pro Kalendertag (2026). Gerechnet wird kalendertäglich: Monatsgehalt ÷ 30, ein Monat zählt immer 30 Zahltage. Vom Brutto-Krankengeld gehen anschließend noch Ihre Beitragsanteile zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab – zusammen je nach Kinderzahl 10,1 bis 12,4 %. Die Krankenversicherung selbst ist während des Bezugs beitragsfrei.
Krankengeld-Tabelle 2026 (Steuerklasse I, 1 Kind)
| Brutto/Monat | Netto (ca.) | Krankengeld netto/Tag | Krankengeld netto/Monat | vom bisherigen Netto |
|---|---|---|---|---|
| 2.000 € | 1.480 € | ≈ 39,03 € | ≈ 1.171 € | ≈ 79 % |
| 2.500 € | 1.780 € | ≈ 46,94 € | ≈ 1.408 € | ≈ 79 % |
| 3.000 € | 2.060 € | ≈ 54,32 € | ≈ 1.630 € | ≈ 79 % |
| 3.500 € | 2.350 € | ≈ 61,97 € | ≈ 1.859 € | ≈ 79 % |
| 4.000 € | 2.620 € | ≈ 69,09 € | ≈ 2.073 € | ≈ 79 % |
| 4.500 € | 2.890 € | ≈ 76,21 € | ≈ 2.286 € | ≈ 79 % |
| 5.000 € | 3.140 € | ≈ 82,80 € | ≈ 2.484 € | ≈ 79 % |
Auffällig: Über fast alle Gehaltsstufen landen Beschäftigte bei rund 79 % ihres bisherigen Nettos. Der Grund: Bei normalen Steuerabzügen ist die 90-%-Netto-Grenze fast immer die bindende – und 90 % minus die Sozialabgaben auf das Krankengeld ergeben eben jene ~79 %. Faustregel zum Merken: Rechnen Sie mit gut einem Fünftel weniger Netto. Ihren exakten Wert – mit Kinderzahl, Einmalzahlungen und Bezugsdauer – liefert der Krankengeldrechner in Sekunden.
Der Höchstbetrag: Was Gutverdiener wissen müssen
Ab der Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € brutto/Monat (2026) wächst das Krankengeld nicht mehr mit: Das Brutto-Krankengeld ist auf 135,63 €/Tag gedeckelt – netto bleiben davon je nach Kinderzahl maximal rund 119 bis 122 € pro Tag, also gut 3.560 bis 3.660 € im Monat. Wichtig dabei: Auch oberhalb der Grenze gilt weiterhin die 90-%-Netto-Schranke. Wer etwa 6.000 € brutto bei 3.650 € netto verdient, erhält nicht den Höchstbetrag, sondern 90 % des Nettos (109,50 €/Tag brutto) – der absolute Deckel greift erst bei deutlich höheren Nettogehältern. Für alle über der Bemessungsgrenze wächst die Einkommenslücke mit jedem Gehaltseuro; hier lohnt der Blick auf eine Krankentagegeld-Zusatzversicherung.
Drei Stellschrauben, die Ihren Wert verschieben
1. Kinderzahl (Pflegeversicherung): Der PV-Abzug ist gestaffelt – Kinderlose über 23 zahlen 2,4 %, ab dem zweiten Kind sinkt der Satz schrittweise bis auf 0,8 % bei fünf Kindern. Zwischen kinderlos und drei Kindern liegen beim gleichen Gehalt rund 1,1 Prozentpunkte mehr Netto-Krankengeld – bei 3.500 € brutto etwa 23 € im Monat.
2. Einmalzahlungen: Weihnachts- und Urlaubsgeld der letzten 12 Monate erhöhen das Regelentgelt um ein Zwölftel (§ 47 Abs. 2 SGB V). 3.000 € Jahressonderzahlung bedeuten +250 € fiktives Monatsbrutto – das hebt das Krankengeld spürbar, solange die 90-%-Netto-Grenze nicht ohnehin deckelt. Prüfen Sie den Kassen-Bescheid: Vergessene Einmalzahlungen sind der häufigste Berechnungsfehler.
3. Steuerklasse: Sie wirkt indirekt über das Netto. Wer in Klasse V steckt, hat ein niedriges Netto – und damit eine niedrige 90-%-Grenze. Ein Wechsel zu IV/IV oder III kann das Krankengeld bei langer Krankheit real erhöhen; die Kassen rechnen mit dem Netto zum Zeitpunkt der Entgeltabrechnung vor der Arbeitsunfähigkeit.
Vom Tageswert zur Monatszahlung
Die Kasse überweist rückwirkend nach Einreichung der Auszahlscheine bzw. der eAU-Zeiträume – meist im Wochen- oder Monatsrhythmus. Ein voller Monat zählt 30 Kalendertage, unabhängig von seiner echten Länge; Wochenenden und Feiertage werden mitbezahlt. Für die Budgetplanung gilt außerdem: Krankengeld ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt – eine kleine Steuerrücklage fürs Folgejahr erspart Überraschungen. Und denken Sie an die Bezugsgrenze: Nach 78 Wochen wegen derselben Krankheit endet der Anspruch – was bei der Aussteuerung zu tun ist, haben wir separat aufgeschrieben.
⚖️ Rechtsgrundlagen & Quellen
- § 47 SGB V – Höhe und Berechnung des Krankengeldes
- § 48 SGB V – Dauer des Anspruchs
- Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026 (Beitragsbemessungsgrenze, Höchstbetrag)
- Abgleich mit den Veröffentlichungen von TK, AOK und Barmer
🛡️ Zuletzt geprüft: Juni 2026 · Werte: Rechengrößen 2026
Häufige Fragen (FAQ)
Wie viel Krankengeld bekomme ich bei 3.000 € brutto?
Bei rund 2.060 € netto (Steuerklasse I) liegt das Krankengeld 2026 bei etwa 54,32 € netto pro Kalendertag, also rund 1.630 € im Monat – etwa 79 % des bisherigen Nettos. Mit Einmalzahlungen oder mehr Kindern fällt der Wert etwas höher aus.
Was ist das maximale Krankengeld 2026?
Brutto höchstens 135,63 € pro Kalendertag – das entspricht je nach Kinderzahl etwa 119 bis 122 € netto täglich oder gut 3.560 bis 3.660 € im Monat. Der Deckel greift für Gehälter ab der Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 €, sofern nicht die 90-%-Netto-Grenze schon vorher begrenzt.
Warum bekomme ich nicht volle 70 % vom Brutto?
Weil zusätzlich die Grenze von 90 % des Nettos gilt – und die ist bei normalen Steuerabzügen fast immer niedriger. Außerdem gehen vom Brutto-Krankengeld noch Ihre Anteile zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab (10,1–12,4 %).
Erhöhen Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld mein Krankengeld?
Ja. Einmalzahlungen der letzten 12 Monate werden mit einem Zwölftel dem Monatsbrutto hinzugerechnet (§ 47 Abs. 2 SGB V) und erhöhen so das Regelentgelt. Kontrollieren Sie, ob die Kasse sie berücksichtigt hat – das ist die häufigste Fehlerquelle im Bescheid.
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